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Silberstreif

Der primäre Flieger war gestern im Flug etwas unpräzise, daher gleichen wir tagsüber Drehraten- und Beschleunigungssensoren nochmals ab. Die Akkus waren zu kalt, daher gab es nur kurze (15 Minuten) Flüge. An der Flugzeugspitze laufen vor dem Akku die Druckschläuche in den Rumpf, dort dichten wir mit zusätzlichem Schaumstoff. Der Wärmeschott am Autopiloten wird erneuert. Für die Akkulagerung isolieren wir eine Plastikkiste mit Schaumstoff und legen Wärmepads zwischen die Lithium-Polymer Akkus.

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Gegen sieben geht es raus. Sensoren aufschrauben am Flughafen und runter an den Campingplatz am Fjord. Der Kofferraum eines Bullis ist unsere Basis. Wir testen neue Akkus von HK, die zwar weniger (aber ausreichend) Strom liefern können, dafür bei gleichem Gewicht 50% mehr Kapazität als die bisherigen Favoriten von SLS bereitstellen. Sie bewähren sich auch unter diesen Bedingungen. Wir erreichen Flugzeiten von über 40 Minuten und haben 10% Reserve. Die Flieger funktionieren gut, drehen zuverlässig ihre Runden über Meer und Land.

Ein Fischtrawler fährt vor uns im Fjord hell erleuchtet auf und ab. Über der Wasseroberfläche liegt eine dünne Nebelschicht. Die Lufttemperatur ist -14°C, der Boden -20° und der Fjord -3°C. Das ist nicht unfassbar kalt, aber unangenehm. Besonders dann, wenn man mehr oder weniger regungslos dasteht, in den Himmel schaut und auf dem Boden steht. Richtig fies wird es, wenn Wind aufkommt. Thermoskannen helfen nicht nur etwas warmes, sondern auch etwas nicht-gefrorenes zu trinken.

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