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Wissenschaft am Sonntag

Heute geht es noch später los, es ist nun wirklich Wochenende. Nachdem wir im Gästehaus eine Maschine Wäsche gewaschen haben, machen wir uns auf den Weg zu UNIS. Wir wollen den neuen schnellen Temperatursensor prüfen und kalibrieren. Das messende Element ist ein 12µm dicker Platindraht. Das ist nur etwa 20x breiter als die Wellenlänge von rotem Licht.

Durch die geringe Masse ist er extrem schnell und misst kleine Turbulenzen (Flux) in der Atmosphäre. Anhand von zwei Messpunkten soll die lineare Kennlinie aufgenommen werden. Den ersten nehmen wir in einem Vorraum zu einer Klimakammer, in der normalerweise Eisbohrkerne zersägt und untersucht werden. Den zweiten holen wir uns in einer noch kälteren Kammer der Biologen.

Danach stellen wir den Sensor samt Autopiloten und Akku in den Kaffeeküchenkühlschrank und hoffen auf eine schnelle Bestätigung unserer Kalbrierung. Weit gefehlt.

temperature_fridge

Der schnelle Sensor (rot) als auch die langsame Referenz (grün) oszillieren fröhlich umher. Trotzdem gleicht sich die Referenz nur langsam an. Sobald wir die Sensoren mit einem Pappdeckel vom Innenraum abschirmen, ist Ruhe. Im Inneren eines Kühlschranks herrschen also alles andere als stabile Zustände. Erst nach über einer halben Stunde hat sich die Temperatur eingepegelt.

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