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Bandvagn

Abends fahren wir mit dem Raupenfahrzeug an den Rand des Übergangs Eis/Wasser im Advetdalen, um Profile über See und Land zu messen. Es sind alle vier Ketten angetrieben. Die Lenkung arbeitet über die hydraulische Verdrehung der vorderen und hinteren Kabine gegeneinander. Während der Fahrt ist es im Inneren unangenehm laut, vorne durch den wenig gedämpften Motor noch heftiger als hinten.

Die Kabine hat aber den deutlichen Vorteil, dass man darin die 5-Lochsonde und den Sensor für schnelle Temperatur bei der Flugvorbereitung sehr viel besser am Flugzeug anbringen kann. Auch das Auslesen des Loggers nach dem Flug und das Neuprogrammieren funktioniert wesentlich schneller als auf einem Schneescooter.

Fram

Es gibt wenig Niederschlag auf Svalbard, es ist eher eine arktische Wüste. Heute schneit es dicke Schneeflocken, unter solchen Bedingungen sind wir noch nicht geflogen. Wir fürchten, dass der feine 12µm Platindraht des schnellen Temperatursensors darin kaputt geht, probieren es aber dennoch.

Fine Wire

Im Laufe des dritten Profils im ersten Flug reißt der Faden tatsächlich kurz vor dem Abstieg aus 500m Höhe. Dabei gab es offenbar keinen Einfluss vom Flugzeug. Der Motor lief mit halber Kraft und es gab keine starke Ruderbewegung.

In größerer Höhe messen wir mit dem nach unten zeigenden Infrarot-Strahlungsthermometer eine deutlich niedrigere Temperatur als die im Tiefflug gemessene Bodentemperatur. Es könnte sein, dass die herabfallenden Flocken kälter sind, weil sie aus höheren Luftschichten kommen.

Ein Gedanke zu „Bandvagn“

  1. Das klingt alles sehr spannend.Die Beschreibung ist gut u.hilft mir als absoluter Laie die Mission zu verstehenDanke!

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